Die Enharmonik

Beitragsbild Enharmonik

Die Enharmonische Verwechselung

Am “Ende” des Quintenzirkels stehen zwei Tonarten, nämlich Fis-dur mit 6 “#” und Ges-dur mit 6 “b” als Vorzeichen. Diese beiden Tonarten sind in ihrer tonalen Lage absolut identisch. Man unterscheidet hier lediglich in den Vorzeichen, je nachdem man sich in welcher Tonart befindet. Die Kennzeichnung dieser Tonart hat also rein “kosmetischen” Charakter, um die Vorzeichen nicht mischen zu müssen.

Genauer gesagt, handelt es sich hierbei um die sog. enharmonische Verwechslung, gerne auch Enharmonien genannt. Diese sagt aus, dass Töne gleichen Klanges verschieden notiert und benannt werden können und zwar durch das Austauschen der Vorzeichen “b” und “#”.

Dazu ein kleines Beispiel:

Bild:C-Dur auf Dis
C-Dur auf Dis

Die zweite Note in unserem Beispiel ist das um 1 Halbton erhöhte “D”, also “Dis”. Hier geht man die Tonleiter quasi rauf.

Bild: Es auf C-Dur
Es oder Eb auf C-Dur

Hier handelt es sich nach wie vor um die selbe Note, nur daß sie jetzt nicht mehr “Dis” heißt, sondern “Es, oder Eb”. Hier geht man sozusagen die Tonleiter runter und geht von einem um 1 Halbton erniedrigten “E” aus.

Wozu dient die Enharmonik?

Durch das Anwenden der Enharmonik lässt sich der musikalische Zusammenhang verändern, z. B. um den Wechsel in eine andere Tonart (Modulation) herbeizuführen.

Beispiele hierfür finden sich in der Musik des Spätbarock. In der “Neuzeit” spielte Sie bei Richard Wagner eine nicht unerhebliche Rolle.


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