Die Pentatonik, 5 Töne zur perfekten Harmonie

Pentatonik? Hast Du Dich eigentlich schon einmal gefragt, warum es immer harmonisch klingt, wenn man nur die schwarzen Tasten auf einem Klavier oder Keyboard spielt? Und hast Du Dich ebenfalls schon mal gefragt, warum die schwarzen Tasten einer Klaviatur immer in 5er Blöcke aufgeteilt sind?

Das liegt an einer ganz bestimmten Art einer Tonleiter, nämlich der pentatonischen Tonleiter oder einfach nur Pentatonik.

Diese Tonleiter ist nicht nur eine der ältesten Tonleitern aller Kulturen weltweit, es gibt sie seit etwa 3000 Jahren, sie ist auch aus meiner Sicht eine der interessantesten Tonleitern unserer heutigen (populären) Musik. Meist wird sie oft und fälschlicherweise als asiatische Tonleiter bezeichnet. Aber gerade in unserem Kulturkreis wird die Pentatonik sehr häufig angewendet.

Vorteil: Sie ist sehr leicht erlernbar, bringt sofort brauchbare Ergebnisse, eignet sich sehr gut zum jammen ohne groß überlegen zu müssen oder sich sonst wie zu verbiegen. Viele heutige Rockbands bedienen sich der Pentatonik weil diese Melodien sehr einprägsam und leicht mitzusingen sind. Als Beispiel wäre da „Believer“ von den Imagine Dragons. Das Stück ist zwar nicht komplett pentatonisch aufgebaut, aber nahezu. Zumindest überwiegen die pentatonischen Anteile erheblich.

Nachteil: Durch den relativ geringen Tonumfang sind die rein pentatonischen Kompositionen sehr eingeschränkt. Mann kann hier nicht so komplex und umfangreich arbeiten, da man ja nur 5 Töne zur Verfügung hat.

Warum die Pentatonik so häufig verwendet wird, liegt nun an einer ganz speziellen Eigenart dieser Tonleiter. Zum einen besteht sie nur aus 5 Tönen und zum anderen liegen diese wiederum im Quintenabstand zueinander (penta=griechisch=5). Das bedeutet, es gibt keine Halbtöne. Und wo keine Halbtöne sind, gibt es auch keine Dissonanzen. Jeder Ton dieser Tonleiter harmonisiert mit dem jeweils anderen Ton der Tonleiter. Die Pentatonik wird auch als Fünftonleiter bezeichnet.

Ein häufiger Denkfehler

Die schwarze Taste oberhalb C ist ja ein Cis. Also ein Halbton. Aber sagte ich nicht gerade, dass es in der Pentatonik keine Halbtöne gibt? Dem ist auch so, denn wir sprechen hier von Tonleitern und nicht von Intervallen im Allgemeinen. Zwischen den schwarzen Tasten gibt es keine Halbtöne in der dafür vorgesehenen (pentatonischen) Tonleiter. Man kann aber auch genauso auf den weißen Tasten pentatonisch spielen. Dann aber dürfen nur die Noten C, D, E, G und A benutzt werden.

Somit möchte ich die schwarzen Tasten einer Klaviatur mal als pentatonische Töne bezeichnen. Somit erklärt sich die Frage mit den 5er Blöcken, Penta=5.

Und so geht’s

Zunächst bildet man die Quinten C, D, E, G und A, das sieht so aus:

Quintenabstand
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Die Quinten sind natürlich zunächst über mehrere Qktaven verteilt und liegen somit ziemlich weit auseinander. So ergibt sich der Quintenabstand der 5 Töne. Um nun vernünftig spielen zu können, sortiert man die Töne in einen Oktavraum und spielt sie dann wie im nächsten Bild der pentatonischen Dur und Moll Tonleiter.

Die Dur und Moll Pentatonik

Diese beiden Tonleitern sind sehr einfach, da sich beide Tonleitern der selben Töne bedienen. Die Dur Tonleiter fängt auf C an, die Moll Tonleiter auf A.

Pentatonik Dur und Moll Tonleitern
Zum Vergrößern bitte auf’s Bild klicken.

C-Dur pentatonisch

A-Moll pentatonisch

Das ist auch der Grund, warum sich sehr viele Kinderlieder dieser Tonleiter bedienen (z.B. backe backe Kuchen). Sie lassen sich besser singen. Halbtöne zu singen ist sehr schwer, ganze Töne hingegen nicht. Es gibt aber auch sehr bekannte Lieder aus der heutigen Zeit, die rein pentatonisch geschrieben sind. Amazing Grace wäre ein weiteres Beispiel.

Pentatonik Notenbeispiel Amazing Grace
Zum Vergrößern bitte auf’s Bild klicken.

Noch ein Beispiel einer pentatonischen Melodie. Dieses Lied habe ich mal selbst komponiert um ein Landschaftsvideo mit Musik zu unterlegen. Weil es schnell gehen sollte, habe ich nur die schwarzen Tasten gespielt. Sehr vorteilhaft 🙂 Wer mag, kann es sich gerne runterladen.

Übrigens, das Video selbst kannst Du hier bei Daily Motion ansehen. Da wirkt das Lied gleich ganz anders 😉 Viel Spaß.

Wer dieses Thema vertiefen möchte, kann auch gerne mal hier nachschauen.

Bindeakkorde und die Modulationstabelle

Zugegeben, diese selbst erstellte Modulationstabelle ist sehr einfach gehalten. Sie soll lediglich Auskunft über die Bindeakkorde geben. Somit kannst Du Dich tatsächlich durch den ganzen Quintenzirkel hangeln und das auch noch harmonisch. Das Thema Modulation selbst ist hier genauer beschrieben. Bindeakkorde und Modulation gehören eben zusammen. Das eine geht ohne das andere nicht.

Tabelle 1 – C-Dur bis Ges-Dur

Ich bewege mich auf dem Quintenzirkel von C-dur ausgehend nun gegen den Uhrzeigersinn (also nach links) 6 Quinten nach „unten“.

AusgangstonartBindeakkordZieltonart
C-durD-mollF-dur
F-durG-mollBb-dur
Bb-durC-mollEs-dur
Es-durF-mollAs-dur
As-durBb-mollDes-Dur
Des-durDis-moll/Es-mollGes-dur

Die Bindeakkorde der 6 Quinten hören sich nacheinander so an:

Tabelle 2 – Ges-Dur bis C-Dur

Ich bewege mich nun auf dem Quintenzirkel von Ges-dur ausgehend immer noch gegen den Uhrzeigersinn (also nach links) 6 Quinten wieder nach „oben“ zurück zu C-Dur.

AusgangstonartBindeakkordZieltonart
Ges-DurGis-moll/As-MollH-dur
H-durCis-mollE-dur
E-durFis-mollA-dur
A-durH-mollD-dur
D-durE-mollG-Dur
G-DurA-mollC-dur

Die Bindeakkorde dieser 6 Quinten hören sich nacheinander so an:

Ein kleines Experiment

Ich erwähnte ja oben schon, dass es möglich ist, sich durch den ganzen Quintenzirkel zu modulieren. Warum nicht? Im Endeffekt sind das ja nichts anderes als Tonleitern. Also: Ausgehend von C-Dur, gegen den Uhrzeigersinn nach Ges-dur und von dort aus weiter nach links drehen, dann kommst Du wieder bei C-Dur an. Somit wäre das eine Modulation über 12 Quinten, quasi einmal rund herum um den Quintenzirkel. Und so hört sich das an:

Sicher hast Du gehört, dass sich nach dem 6. Akkord der 7. Akkord exakt gleich anhört. Nun, das ist die sog. enharmonische Verwechslung, auf die ich bereits näher eingegangen bin. In diesem Fall spricht man sogar von der sog. enharmonischen Modulation, da ich die enharmonische Verwechslung sozusagen innerhalb einer Modulation benutze.

Somit ist eins bewiesen: Es ist tatsächlich möglich, eine harmonische Komposition unter Einbeziehung sämtlicher Tonarten des Quintenzirkels zu erstellen, wenn man die Bindeakkorde richtig einsetzt. Nur wer macht schon so eine riesige Mühe beim Komponieren? Das müsste dann schon eine extrem aufwendige Komposition sein. Viel interessanter, so finde ich, ist eine Komposition (oder Arrangement) in C-Dur mit Akkorden aus G-Dur oder F-Dur. Mit den richtigen Bindeakkorden ist das kein Problem und es erweitert die musikalischen Möglichkeiten extrem.


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Die Modulation

Tonartwechsel – Die diatonische Modulation

Die Modulation ist im Grunde genommen nichts anderes, als der Wechsel von der einen Tonart in eine andere und ggf. wieder zurück. Am sinnvollsten, da am harmonischsten, ist der Wechsel von der einen in eine andere Tonart über einen sog. Bindeakkord. Und genau das nennt man diatonische Modulation. Da nun das Thema Modulation und die Bindeakkorde unmittelbar miteinander zusammen hängen, habe ich die Bindeakkorde hier nur kurz erwähnt. Eine genauere Erklärung der Bindeakkorde findest Du hier.

Was sind Bindeakkorde?

Bindeakkorde verbinden Tonarten miteinander. Ferner haben Bindeakkorde eine interessante Eigenart: Sie kommen in der Ausgangs,-u. Zieltonart vor. Das bedeutet wenn man es geschickt anstellt, merkt kein Mensch, dass der Komponist die Tonart gewechselt hat. Wenn man eine umfangreiche Komposition ausarbeitet und sich nicht nur auf 1 Tonart beschränken möchte, muss man auf zusätzliche Tonarten (und somit Akkorde) zugreifen. Damit man sein Akkordspektrum harmonisch erweitern kann, bedient man sich der Modulation. Also der Sprung in weitere Tonarten, immer ausgehend von der Tonart, in der man sich befindet und immer über einen Bindeakkord. Eine nicht-harmonische Modulation wäre beispielsweise ein Sprung über mehrere Quinten ohne das Nutzen von Bindeakkorden, siehe Hörbeispiel unten.  

Ein Beispiel für eine gut gelungene Modulation ist die, die man gar nicht wahrnimmt. Natürlich gibt es, wie immer, Ausnahmen. Es gibt tatsächlich Modulationen, wo der Tonartwechsel bewusst hörbar herbei geführt wird. Das kommt jedoch immer auf die Komposition an und was man für eine Stimmung erzeugen möchte. Ich gehe mit meinen Beispielen hier nur von der klassischen Harmonielehre im ursprünglichen Sinn aus und nicht von künstlerischen Freiheiten.

Hör-u. Notationsbeispiel

Diatonische Modulation von der Grundtonart C-Dur nach F-Dur.

Der Bindeakkord in diesem Beispiel ist D-Moll. D-Moll kommt sowohl in der Tonart C-Dur als auch in der Tonart F-Dur vor. Die Modulation somit findet beim 2. Akkord (Dm) statt, erkennbar am Vorzeichen. Die grünen Linien kennzeichnen die Ausgangstonart (C-Dur), die roten Linien kennzeichnen die Zieltonart (F-Dur) und dann wieder zurück nach C-Dur zum Ausgangsakkord (grün). Einfach ausgedrückt, habe ich F-Dur mal eben in C-Dur „eingemischt“. Verbunden mit einer kleinen Melodie sieht das ganze dann so aus:

Beispiel einer Modulation
grün=Haupttonart, rot=modulierte Tonart (größere Ansicht, bitte auf’s Bild klicken)

Die reinen Harmonien

Die Harmonien mit einer kleinen Melodie

Das ganze ist in diesem Beispiel deswegen auch so einfach, weil ich hier die Tonart nur um 1 Quinte wechsele. Will man größere Sprünge machen, wird es schwieriger und auch extrem hörbar. Theoretisch könnte man sich durch den ganzen Quintenzirkel „modulieren“, dann aber bitte nur Quinte um Quinte und nur über einen Bindeakkord. Auf der Seite der Bindeakkorde findest Du die Modulationstabelle, die Auskunft über diese gibt.

Ein sehr gutes Beispiel einer Modulation, weil kaum hörbar, ist das Stück „Lemmon Tree“ von Fools Garden. Hier wird mitten in der tragenden Melodie von der Tonart C-dur auf F-dur gewechselt. Passt irgendwie zu dem Beispiel oben 😉

Dieses kleine Beispiel soll nur das Grundprinzip und die grundsätzliche Begrifflichkeit verdeutlichen. Wer es etwas intensiver mag, dem empfehle ich diese Wikipedia-Seite.


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Die 6 Tonarten C-Dur bis Fis-Dur

Akkordtabellen – Teil 1

C-Dur bis Fis-Dur, ausgehend von der Grundtonart C-dur bewegen wir uns nun jeweils 1 Quinte höher, bis wir bei der Tonart Fis-dur angekommen sind. Anders ausgedrückt haben wir somit einen Sprung über 6 Quinten „nach oben“ gemacht. Um einen besseren Eindruck der Harmonien zu bekommen, sind hier alle Akkorde vertont.

C-dur / A-moll – keine Vorzeichen

cdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„C-dur“ = c-e-g1. Stufe
Moll-Subdominante„Dmoll“ = d-f-a2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Emoll“ = e-g-h3. Stufe
Subdominante„F-dur“ = f-a-c4. Stufe
Dominant-Septime„G7“ = g-h-d-f5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Amoll“ = a-c-e6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„D7“ = d-fis-a-c
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„A7“ = a-cis-e-g
Dominant-Septime der Moll-Parallele„E7“ = e-gis-h-d

1 Quinte höher (G-dur / E-moll) – ein #

gdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„G-dur“ = g-h-d1. Stufe
Moll-Subdominante„Amoll“ = a-c-e2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Hmoll“ = h-d-fis3. Stufe
Subdominante„C-dur“ = c-e-g4. Stufe
Dominant-Septime„D7“ = d-fis-a-c5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Emoll“ = e-g-h6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„A7“ = a-cis-e-g
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„E7“ = e-gis-h-d
Dominant-Septime der Moll-Parallele„H7“ = h-dis-fis-a

1 Quinte höher (D-dur / H-moll) – zwei #

ddur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„D-dur“ = d-fis-a1. Stufe
Moll-Subdominante„Emoll“ = e-g-h2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Fism“ = fis-a-cis3. Stufe
Subdominante„G-dur“ = g-h-d4. Stufe
Dominant-Septime„A7“ = a-cis-e-g5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Hmoll“ = h-d-fis6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„E7“ = e-gis-h-d
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„H7“ = h-dis-fis-a
Dominant-Septime der Moll-Parallele„Fis7“ = fis-ais-cis-e

1 Quinte höher (A-dur / Fis-moll) – drei #

adur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„A-dur“ = a-cis-e1. Stufe
Moll-Subdominante„Hmoll“ = h-d-fis2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Cism“ = cis-e-gis3. Stufe
Subdominante„D-dur“ = d-fis-a4. Stufe
Dominant-Septime„E7“ = e-gis-h-d5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Fism“ = fis-a-cis6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„H7“ = h-dis-fis-a
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„Fis7“ = fis-ais-cis-e
Dominant-Septime der Moll-Parallele„Cis7 / Des7“ = cis-f-ges-h

1 Quinte höher (E-dur / Cis-moll) – vier #

edur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„E-dur“ = e-gis-h1. Stufe
Moll-Subdominante„Fism“ = fis-a-cis2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Gism / Asm“ = gis-h-dis3. Stufe
Subdominante„A-dur“ = a-cis-e4. Stufe
Dominant-Septime„H7“ = h-dis-fis-a5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Cism“ = cis-e-gis6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„Fis7“ = fis-ais-cis-e
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„Cis7 / Des7“ = cis-f-gis-h
Dominant-Septime der Moll-Parallele„As7“ = as-c-es-ges

1 Quinte höher (H-dur / Gis moll) – fünf #

hdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„H-dur“ = h-dis-fis1. Stufe
Moll-Subdominante„Cism“ = cis-e-gis2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Dism / Esm“ = es-ges-b3. Stufe
Subdominante„E-dur“ = e-gis-h4. Stufe
Dominant-Septime„Fis7“ = fis-ais-cis-e5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Gism / Asm“ = gis-h-dis6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„Cis7 / Des7“ = cis-f-gis-h
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„As7“ = as-c-es-ges
Dominant-Septime der Moll-Parallele„Es7“ = es-g-b-des

1 Quinte höher (Fis-dur / Dis moll) – sechs #

fisdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„Fis/Ges“ = fis-ais-cis1. Stufe
Moll-Subdominante„Gism/Asm“ = gis-h-dis2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Bbm“ = b-des-f3. Stufe
Subdominante„H/Ces“ = h-dis-fis4. Stufe
Dominant-Septime„Cis7/Des7“ = cis-f-gis-h5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Dism / Esm“ = es-ges-b6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„As7“ = as-c-es-ges
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„Es7“ = es-g-b-des
Dominant-Septime der Moll-Parallele„Bb7“ = b-d-f-as

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Die 6 Tonarten C-Dur bis Ges-Dur

Akkordtabellen – Teil 2

C-Dur bis Ges-Dur, nun gehen wir in die andere Richtung, nämlich 6 Quinten nach unten, also von der Grundtonart C-dur nach Ges-dur. Auch hier ist jede Tonart vertont, so dass Du Dir die Akkorde anhören kannst.

C-dur / Amoll – keine Vorzeichen

cdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„C-dur“ = c-e-g1. Stufe
Moll-Subdominante„Dmoll“ = d-f-a2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Emoll“ = e-g-h3. Stufe
Subdominante„F-dur“ = f-a-c4. Stufe
Dominant-Septime„G7“ = g-h-d-f5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Amoll“ = a-c-e6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„D7“ = d-fis-a-c
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„A7“ = a-cis-e-g
Dominant-Septime der Moll-Parallele„E7“ = e-gis-h-d

1 Quinte tiefer (F-dur / Dmoll) – ein „b“

fdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„F“ = f-a-c1. Stufe
Moll-Subdominante„Gm“ = g-b-d2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Am“ = a-c-e3. Stufe
Subdominante„Bb“ = b-d-f4. Stufe
Dominant-Septime„C7“ = c-e-g-b5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Dm“ = d-f-a6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„G7“ = g-h-d-f
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„D7“ = d-fis-a-c
Dominant-Septime der Moll-Parallele„A7“ = a-cis-e-g

1 Quinte tiefer (Bb-dur / G-moll) – zwei „b“

bbdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„Bb“ = b-d-f1. Stufe
Moll-Subdominante„Cm“ = c-es-g2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Dm“ = d-f-a3. Stufe
Subdominante„Es“ = es-g-b4. Stufe
Dominant-Septime„F7“ = f-a-c-es5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Gm“ = g-b-d6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„C7“ = c-e-g-b
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„G7“ = g-h-d-f
Dominant-Septime der Moll-Parallele„D7“ = d-fis-a-c

1 Quinte tiefer (Es-dur / C-moll) – drei „b“

esdur
BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„Es“ = es-g-b1. Stufe
Moll-Subdominante„Fm“ = f-as-c2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Gm“ = g-b-d3. Stufe
Subdominante„As“ = as-c-es4. Stufe
Dominant-Septime„Bb7“ = b-d-f-as5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Cm“ = c-es-g6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„F7“ = f-a-c-es
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„C7“ = c-e-g-b
Dominant-Septime der Moll-Parallele„G7“ = g-h-d-f

1 Quinte tiefer (As-dur / Fmoll) – vier „b“

asdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„As“ = as-c-es1. Stufe
Moll-Subdominante„Bbm“ = b-des-f2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Cm“ = c-es-g3. Stufe
Subdominante„Des“ = des-f-as4. Stufe
Dominant-Septime„Es7“ = es-g-b-des5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Fm“ = f-as-c6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„Bb7“ = b-d-f-as
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„F7“ = f-a-c-es
Dominant-Septime der Moll-Parallele„C7“ = c-e-g-b

1 Quinte tiefer (Des-dur / Bbmoll) – fünf „b“

desdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„Des“ = des-f-as1. Stufe
Moll-Subdominante„Dism / Esm“ = es-ges-b2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Fm“ = f-as-c3. Stufe
Subdominante„Ges“ = ges-b-des4. Stufe
Dominant-Septime„As7“ = as-c-es-ges5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Bbm“ = b-des-f6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„Es7“ = es-g-b-des
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„Bb7“ = b-d-f-as
Dominant-Septime der Moll-Parallele„F7“ = f-a-c-es

1 Quinte tiefer (Ges-dur / Esmoll, identisch mit Fis-dur / Dis moll) – sechs „b“ oder „#“

gesdur
fisdur

Hauptakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend ausRang
Grundakkord (Tonika)„Fis/Ges“ = fis-ais-cis1. Stufe
Moll-Subdominante„Gism/Asm“ = gis-h-dis2. Stufe
Tonika-Gegenakkord„Bbm“ = b-des-f3. Stufe
Subdominante„H/Ces“ = h-dis-fis4. Stufe
Dominant-Septime„Cis7/Des7“ = cis-f-gis-h5. Stufe
Paralleler Mollakkord„Dism / Esm“ = es-ges-b6. Stufe

Die dazugehörenden Nebenakkorde dieser Tonart

BezeichnungBestehend aus
Zweite Dominant-Septime„As7“ = as-c-es-ges
Dominant-Septime der Moll-Subdominante„Es7“ = es-g-b-des
Dominant-Septime der Moll-Parallele„Bb7“ = b-d-f-as

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Die Enharmonik

Die Enharmonische Verwechselung

Am „Ende“ des Quintenzirkels stehen zwei Tonarten, nämlich Fis-Dur mit 6 „#“ und Ges-Dur mit 6 „b“ als Vorzeichen.

Diese beiden Tonarten sind in ihrer tonalen Lage absolut identisch. Man unterscheidet hier lediglich in den Vorzeichen, je nachdem man sich in welcher Tonart befindet. Die Kennzeichnung dieser Tonart hat also rein optischen oder auch kosmetischen Charakter, um die Vorzeichen nicht mischen zu müssen.

Genauer gesagt, handelt es sich hierbei um die sog. enharmonische Verwechslung, gerne auch Enharmonien genannt. Diese sagt aus, dass Töne des selben Klanges verschieden notiert und auch benannt werden können und zwar durch das Austauschen der Vorzeichen „b“ und „#“.

Dazu ein kleines Beispiel:

Bild:C-Dur auf Dis
C-Dur auf Dis

Die zweite Note in unserem Beispiel ist das um 1 Halbton erhöhte „D“, also „Dis“. Hier geht man die Tonleiter quasi rauf.

Bild: Es auf C-Dur
C-dur auf Es oder Eb

Hier handelt es sich nach wie vor um die selbe Note, nur daß sie jetzt nicht mehr „Dis“ heißt, sondern „Es, oder Eb“. Hier geht man sozusagen die Tonleiter runter und geht von einem um 1 Halbton erniedrigten „E“ aus.

Wozu dient die Enharmonik?

Durch das Anwenden der Enharmonik lässt sich der musikalische Zusammenhang verändern, z. B. um den Wechsel in eine andere Tonart (Modulation) herbeizuführen.

Beispiele hierfür finden sich in der Musik des Spätbarock. In der „Neuzeit“ spielte Sie bei Richard Wagner eine nicht unerhebliche Rolle.


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