Die Modulation

Tonartwechsel – Die diatonische Modulation

Im Grunde genommen ist die Modulation nichts anderes, als der Wechsel von der einen Tonart in eine andere und ggf. wieder zurück. Anhand eines einfachen Beispiels möchte ich zum Grundverständnis eines doch recht schwierigen Kapitels in der Harmonielehre beitragen.

Hör-u. Notationsbeispiel

Wechsel von der Grundtonart C-Dur (gespielte Akkorde: C-Dur, D-Moll) auf die Tonart F-Dur (gespielte Akkorde: Bb, C7, F) und wieder zurück auf die Tonart C-Dur.

Die Modulation findet beim 3. Akkord (Bb) statt, erkennbar am Vorzeichen. Damit es nicht ganz so langweilig klingt, habe ich den 1. Akkord (C-Dur) in einer Umkehrung gespielt. Die grünen Linien kennzeichnen den Ausgangsakkord (C-Dur), die roten Linien kennzeichnen den Zielakkord (F-Dur) und dann wieder zurück nach C-Dur zum Ausgangsakkord (grün). Einfach ausgedrückt, habe ich F-Dur mal eben in C-Dur “eingemischt”. Verbunden mit einer kleinen Melodie sieht das ganze dann so aus:

Beispiel einer Modulation
grün=Haupttonart, rot=modulierte Tonart 

Die reinen Harmonien

Die Harmonien mit einer kleinen Melodie

Das ganze ist in diesem Beispiel deswegen auch so einfach, weil ich hier die Tonart nur um 1 Quinte wechsele. Will man größere Sprünge machen, wird es schwieriger und auch extrem hörbar. Theoretisch könnte man sich durch den ganzen Quintenzirkel “modulieren”, dann aber bitte nur Quinte um Quinte, weil es nämlich zwischen den Tonarten immer einen Bindeakkord geben sollte, der in beiden Tonarten (Ausgangs-u. Zieltonart) vorhanden ist. Diesen Umstand bezeichnet man als diatonische Modulation.

Das erleichtert das ganze etwas. In dem Beispiel oben ist der Bindeakkord D-Moll. Denn sowohl in der Tonart C-Dur als auch in der Tonart F-Dur kommt der Akkord D-Moll vor. Und über genau diesen Bindeakkord wird in unserem Beispiel die Modulation herbeigeführt. Daher ist bei einer Modulation der Quintenzirkel sehr hilfreich. Er gibt genau Auskunft über eben diese musikalischen Verbindungen.

Sinn macht eine Modulation allemal, wenn man seine Komposition um etliche Akkorde erweitern will oder das musikalische Thema verändern möchte.

Dieses kleine Beispiel soll nur das Grundprinzip und die grundsätzliche Begrifflichkeit verdeutlichen. Wer es etwas intensiver mag, dem empfehle ich diese Wikipedia-Seite, oder die nachfolgenden Buchempfehlungen.

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Erstellt am 3. Januar 2017 - zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2018
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