Videothek

Kreativ sein mit den eigenen Kompositionen. Ich möchte hier zeigen, wie es nach dem Komponieren weiter gehen kann. Man kann z.B. kleine Musikclips erstellen und diese vertonen oder bei selbst gedrehten Videos musikalisch für die passende Stimmung sorgen. Alles steht unter der Überschrift “Hobby” und soll letztlich Spaß machen.


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Die Musik und ich

Meine Musikgeschichte – Ein Hobby begleitet mich. Eine über 40jährige Reise durch die Harmonien.

Alles begann so etwa im Jahr 1976. Im Alter von 14 Jahren hörte ich bei einem Schulfreund das Stück “Radioaktivität” von Kraftwerk. So eine Musik hatte ich noch nie gehört. Diese stur hämmernde synthetische Begleitung hatte es mir angetan. Ich war regelrecht paralysiert. Diese Art der Musik war für mich völlig neu und begeisterte mich vom ersten Takt an. Hier lag auch die eigentliche Initialzündung meines späteren Hobbys. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mein Musikgeschmack trotzdem sehr vielfältig war. Ich hörte auch gerne Pink Floyd, Slade, The Sweet und den damaligen Mainstream im Allgemeinen. Ja und irgendwann bin ich auf das Album “Oxygen” von Jean-Michel Jarre aufmerksam geworden. Spätestens jetzt war für mich klar, dass die elektronische Musik meinen musikalischen Mittelpunkt darstellen und für mich etwas ganz besonderes sein wird. Nur wie? Ich spielte kein Instrument und Klavier lernen? Viel zu schwer 😉 Naja und ich war Schüler und musste mich ja auch auf ganz andere Dinge konzentrieren.

So vergingen die Jahre ohne dass ich je aktiv wurde. Mein Wunsch, Musik selber zu machen, hatte ich jedoch nie vergessen und so entschloss ich mich ca. Mitte der 80er Jahre ein Keyboard zu kaufen. So schwer kann das ja nicht sein. Schließlich sah man im Fernsehen viele Keyboarder und irgendwie schwer sah das nun wirklich nicht aus. Als ich nun vor diesem elektronischen Wunderwerk saß, stieß ich natürlich schnell an meine Grenzen und wurde eines Besseren belehrt.

Eines Tages hörte ich “Hunting High and Low” von den Pet Shop Boys und stellte einige “merkwürdige” Harmonien in diesem Lied fest, irgendwie schräg, aber doch sehr harmonisch. Ich wollte darüber mehr wissen. Wie ensteht eine solche Harmonie? Und was sind Harmonien überhaupt? Nun ja, so entschloss ich mich also, den Dingen mal auf den Grund zu gehen und Keyboardunterricht zu nehmen. Ich lernte Noten und wusste nun, was Harmonien sind. Üben, üben und nochmals üben, aber irgendwie ging mir das nicht schnell genug. Ich stellte fest, dass ich mehr der Techniker, als der Musiker war. Mein kleines Keyboard hatte einen eingebauten Sequenzer, was man damit wohl so alles anstellen kann? Toll, so programmierte ich meine “Hausaufgaben” aus dem Musikunterricht in aller Ruhe und führte das Ergebnis meiner Musiklehrerin vor. Zunächst merkte sie es nicht, dass ich nur “Playback” spielte und sie war voll des Lobes. Zum totlachen 🙂 Irgendwann weihte ich sie allerdings in mein Geheimnis ein und sie war erstaunt, was mit der Technik so alles möglich ist. Ja, sie war noch vom alten Schlag und kannte so eine Technik nicht. Und sie war eine sehr liebenswerte Person, geduldig und immer freundlich.

Ich fragte sie irgendwann einmal, ob es denn nicht eine Übersicht der ganzen Akkorde und deren Zusammenhänge gäbe, ein Buch oder irgendwas, wo ich dies alles einmal sehen könne. Und siehe da, sie zeigte ihn mir, den Quintenzirkel. Ich war begeistert von dieser Übersichtlichkeit und glaubte mich am Ziel. So viele Akkorde, die ganze Welt der Harmonien, ich hielt sie förmlich in den Händen, so glaubte ich Anfangs. Das ergänzend zum Quintenzirkel noch viel mehr möglich und auch nötig war, merkte ich schnell. Es ergaben sich zwangsläufige Fragen deren Antworten der Zirkel nicht geben konnte. So kaufte ich auch noch weitergehende Literatur, weil ich über diese Wissenschaft mehr wissen wollte. Ich schrieb mich sogar in der hiesigen Musikakademie zu einem nebenberuflichen Musikstudium ein. Allerdings merkte ich nach drei oder vier Seminaren, dass mir zu viel Grundwissen fehlt. Da waren die Bücher dann doch eher mein Freund. So blamierte ich mich wenigstens nicht, wenn ich mal etwas nicht verstanden hatte. Und so lernte ich dann brav im stillen Kämmerlein. Den Musikunterricht hatte ich dann beendet, weil ich aus beruflichen Gründen dann doch sehr eingeschränkt war. Ich machte zu der damaligen Zeit noch eine zusätzliche, nebenberufliche Ausbildung.

Auf der Suche nach schnellen Lösungen meine musikalischen Ideen umzusetzen, kam ich Anfang der 90er Jahre durch einen Arbeitskollegen an einen Atari 1040 ST, so wie er unten auf dem Bild zu sehen ist. Ich erinnerte mich daran, dass mein Keyboard eine MIDI-Schnittstelle besaß. Hmmm, was man damit wohl machen kann? Der Atari hatte ja auch so etwas. Und eigentlich liegt es ja nahe, digitale Daten die das Keyboard ja ausgibt, auch digital im Computer weiter verarbeiten zu lassen. Was da wohl passiert wenn man das Keyboard mit dem Computer verbindet? Nun zunächst erst einmal gar nichts, weil mir die entsprechende Software fehlte. Jetzt musste ich auch noch diese Technik lernen – es bleibt einem auch nichts erspart 🙂 Den Atari habe ich übrigens heute noch. Ich kann mich davon nicht trennen… Zusätzlich hatte er eine externe Festplatte (20Mb!), groß wie eine LP und laut wie ein Staubsauger.

Durch reinen Zufall blätterte ich irgendwann in einem Neckermann Katalog meiner Mutter. Und was sah ich da? Eine Sequenzersoftware der Firma Steinberg, nämlich Cubase 1.0 für Atari. Ab jetzt gab es kein Halten mehr. Ja, dies war tatsächlich das allererste Cubase, was je auf den Markt kam. Nicht umsonst hat die Firma Steinberg vor kurzem ihr 30jähriges Jubiläum gefeiert.

Zum Vergleich: Das YouTube-Video zeigt die erste Arbeitsoberfläche so ca. 1990, das Bild darunter die heutige Oberfläche (Vers. 10.5)

Ab hier begann nun ein völlig neues Kapitel in meiner Musikgeschichte. Plötzlich war ich in der Lage, sämtliche Harmonien darzustellen und kleine Musikstücke zu erstellen. Schnell merkte ich, dass ich von den Sounds her sehr eingeschränkt war und legte etwas nach. Die Instrumentenplugins, so wie sie es heute gibt, gab es damals ja noch nicht. Auch war Cubase nicht in der Lage Audiosignale oder gar Samples zu verarbeiten. Das hatte ich mir nämlich damals schon gewünscht, dies kam aber erst Jahre später.

So kaufte ich zunächst meinen ersten Soundexpander. Ein waschechter Synthesizer von Roland, den D 110. Diesen konnte man mit Erweiterungskarten (sog. Memory Cards) aufrüsten, um so seine Soundbibliothek aufzumotzen. Ich kaufte da so einige, so wie heute die Kontakt-Bibliotheken 😉 Mit dem Roland entstand auch die erste Fassung meines Stückes “Sonata”. Eines meiner Lieblingsstücke, da es das erste zusammenhängende Arrangement war, welches ich unter Zuhilfenahme des Quintenzirkels und dem Atari “konstruierte”.

Und wie sich dieses Stück auf dem Roland anhört, kannst Du hier hören:

Mit dem Roland sind meine ersten (verwertbaren) Stücke entstanden. Aber auch hier wollte ich nach einiger Zeit mehr. Es ist wie eine Sucht, wenn man damit mal angefangen hat. Ich versuchte die Sounds zu verfremden und völlig neue Klangkonstrukte zu kreieren. Irgendwie musste es doch möglich sein, Kraftwerk nachzuspielen (lol…) So kaufte ich mein erstes Effektgerät, welches in der Fachpresse immer wieder (fälschlicherweise) als Vocoder bezeichnet wurde. Ich verfiel der Werbung und kaufte den Roland VP 70.

Der VP 70 war so weit von einem Vocoder entfernt, wie ich vom Spielen einer Klaviersonate. Ich konnte eigentlich, bis auf ein paar experimentelle Dinge, nicht viel damit anfangen. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Einige Zeit später kaufte ich dann das Boss Effektgerät SE50. Das war schon eine ganz andere Hausnummer. Ich habe viel getüftelt und gebastelt. Leider konnte man diese Soundkreationen nur mühselig per MIDI-Dump abspeichern. Es war eben eine sehr experimentelle Zeit.

Mit dieser Gerätekonstellation habe ich nur relativ kurze Zeit gespielt. Denn da war er wieder, der Wunsch nach neuen professionelleren Sounds. Als Abonnent der Zeitschrift “Keyboards” hatte ich da einen gewissen Marktüberblick, das Internet steckte ja noch komplett in den Kinderschuhen und ein Zugang war verhältnismäßig teuer. Das war so etwa Anfang der 90er Jahre. Übrigens auch die Zeit, in der ich auch anfing mit Word Webseiten zu konstruieren. Zunächst nur so aus neugierigen Interesse, später wurde dann die Idee von Quintenzirkel.info geboren. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Mit dem Quasimidi-Quasar kaufte ich dann einen sehr professionellen Synthesizer. Der lag damals bei stolzen 1999.- DM. Für die damalige Zeit ein sehr stolzer Preis. Irgendwo las ich, dass Kraftwerk diesen auch benutzte, war sicher auch ein Kaufgrund 😉 . Es machte irren Spaß mit diesem Gerät zu spielen. Vor allem in der Kombination mit den o.g. Geräten. Wobei ich diesbezüglich etwas eingeschränkt war, da ich kein Mischpult besaß. So nutze ich die MIDI-Thru-Funktionen der Geräte, um diese “in Reihe” zu schalten. In dieser Zeit entstanden viele meiner Stücke, ich hatte sehr viel Freude mit dieser Gerätekonstellation und benutzte diese auch recht lange.

Bis so etwa kurz vor die Jahrtausendwende. Seither wechselten nicht nur die Computerumgebungen, sondern auch diverse Cubase-Versionen. Bis heute bin ich diesem Programm treu geblieben. Heute arbeite ich mit der Artist-Version 10.5, da liegen schon Welten dazwischen. Seit etwa 2017 habe ich mit den virtuellen Instrumenten, Plugins, Kontakt-Bibliotheken und Soundsamples vieler Hersteller einiges investiert. Natürlich, ein Hobby kostet Geld, wenn das Ergebnis von entsprechender Güte sein soll. Aber ich denke, dass ist bei nahezu allen Hobbys der Fall.

Und heute? Nun ja, mit fast 60 macht mir dieses Hobby nach wie vor ungebrochene Freude. Ich entspanne mich wunderbar dabei und freue mich, an dem technischen Fortschritt teilhaben zu dürfen. Manchen Menschen, aus meinem Bekanntenkreis, gefällt meine Musik nicht. Muss sie ja auch nicht. Es ist wie in der Malerei, mir gefallen auch nicht alle Bilder. Letztlich ist es mein Hobby mit dem ich anderen musikinteressierten zeigen möchte, dass man selbst mit den grundlegenden Techniken der Harmonielehre viel Freude haben kann und einfach eine schöne Stimmung erzeugen kann.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich diese Begeisterung an den einen oder anderen weitergeben kann.

Es wird immer weiter geh’n,
Musik als Träger von Ideen

Zitat: Kraftwerk

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Erstellt am 15. Dezember 2019 - zuletzt aktualisiert am 24. Januar 2020

Harmonien & Disharmonien

Der Aufbau von Musik und Begleitung 

In diesem kleinen Kapitel möchte ich auf eine Frage antworten, die ich schon oft gehört habe: “Welche Bassnoten muss ich in diesem oder jenen Akkord spielen?” oder “wie komponiere ich ein Stück für mehrere Instrumente?” oder “warum hört sich das so schräg an?” Ich möchte hier aufzeigen, welche begleitende Noten innerhalb eines Akkordes passen und welche nicht.

Hier eignet sich ein kleines Beispiel. Nehmen wir eine Akkordreihenfolge, z.B. Am, Dm und C in der Tonart C-dur. Das sieht wie folgt aus, zum Vergrößern der Bilder bitte drauf klicken:

Jetzt setzen wir eine Bassbegleitung dazu. Damit es deutlicher hörbar wird, habe ich zwei Durchläufe, also 6 Takte gespielt:

Hier ist folgendes klar erkennbar: Der Bass im A-moll Akkord spielt in der Hauptsache das A, im D-moll Akkord das D und im C-dur Akkord das C. Das bedeutet, dass der Grundton eines jeden Akkordes auch gleichzeitig der Ton ist, den der Bass in unserem Beispiel spielt. Man spricht dann von dem sog. Grund-u. Wechselbass, was man häufig in der Tanzmusik oder bei Schlagern sehr ausgeprägt findet. Im Quintenzirkel kann man überigens genau das ablesen. So wird der Bass beispielsweise im C-dur Akkord abwechselnd auf C und A gespielt. Anders ausgedrückt vollzieht man hier einen Wechsel vom Grundton zur Quinte und wieder zurück. Das hört sich dann so an:

Andere Begleitinstrumente, wie z.B. eine Klavierbegleitung, sollten sich ebenfalls der Noten bedienen, die in den jeweiligen Akkorden hauptsächlich vorkommen. Beispiel mit Bass und Begleitung:

Das hört sich doch schon mal ganz harmonisch an. Wahrscheinlich gibt es aber hier mehr Ausnahmen als Regeln, da sehr viel mit der künstlerischen Freiheit begründet wird, ähnlich wie in der Malerei. Eine Ausnahme diesen “steifen” Rahmen zu sprengen, wäre z.B. ein Arpeggio in dem man absichtlich andere, nicht in der Tonart vorkommende, Noten spielt, um ganz bewusst bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Hier sollte man allerdings etwas Vorsicht walten lassen, damit es nicht zu Disharmonien kommt. Man kann auch in einer Begleitung einen Akkordwechsel von A-moll auf D-moll z.B. über ein G laufen lassen. Das hört sich deswegen richtig gut an, weil diese “Disharmonie” nur extrem kurz hörbar ist und somit eine interessante Stimmung erzeugt. Würde man das G länger im D-moll Akkord spielen, wäre das nicht so toll. In der klassischen Musik beispielsweise findet man sogar Noten, die unmittelbar nebeneinander liegen und zusammen gespielt werden, aber eben nur extrem kurz.

Wichtig:

Dieses kleine Beispiel soll lediglich den Aufbau der Harmonien und deren Begleitung darstellen, so wie es “stur” der Harmonielehre gerecht wird. Ein professioneller Bassist oder ein Jazzpianist werden sich hier sicher die Haare raufen, weil sie eben ganz anders spielen. Hier möchte ich nur aufzeigen wie man grundsätzlich Harmonien aufbaut und eine harmonische Begleitung dazu setzt. Eine Klavierbegleitung oder ein Bass können natürlich andere Noten spielen, als ein Akkord vorgibt. Beispiele finden sich in der Musik dazu sehr häufig. Hier muss man aber ein sehr gutes Noten-u. Harmonieverständnis haben, um dies zu realisieren und keine Disharmonien zu erzeugen. Da wir gearde davon sprechen, möchte ich im nächsten Beispiel aufzeigen, was passieren kann, wenn man sich in der Begleitung gänzlich vertut:

Disharmonien

Im nachfolgendem Beispiel bleibe ich bei den Akkorden von oben, nämlich A-moll, D-moll und C. Allerdings spiele ich hier jetzt den Bass im A-moll Akkord nicht auf A sondern auf H, im D-moll Akkord nicht auf D sondern auf C und im C Akkord nicht auf C sondern auf D. Ich erzeuge somit Disharmonien, denn ich spiele Bassnoten, die im Akkord gar nicht vorkommen:

Vielleicht mag es das eine oder andere ungeübte Ohr geben, was die Disharmonie hier nicht sofort heraushört, allerdings im nächsten Beispiel sollte es ganz klar werden:

Oh Gott… schauder… also spätestens hier sollte klar werden, dass der Komponist nichts von Harmonielehre versteht. Zugegeben, ich habe hier ein wenig übertrieben. Aber nur so wird deutlich, was ich hier zum Ausdruck bringen möchte: Ein Aufbau von Harmonien oder eine Komposition für mehrere Instrumente unterliegen nunmal bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die in der Harmonielehre strikt vorgegeben sind. Es gibt Abweichungen, klar, aber die grundlegenden Vorgaben sollten schon beachtet werden.

Ich hoffe, Du hattest hier ein wenig Spaß auf der Seite und hast vielleicht das eine oder andere mitnehmen können. Ich würde mich sehr freuen.


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Erstellt am 3. März 2017 - zuletzt aktualisiert am 24. April 2019
5.00

Der Quintenzirkel Quiz

Hast Du diese Webseite gut durchgearbeitet? Dann sollte dieser kleine Test (15 Fragen) kein Problem darstellen. Ein kleiner und lehrreicher Zeitvertreib rund um den Quintenzirkel, Noten und die Harmonielehre. Nahezu alle Antworten zu diesem Quiz findest Du auf dem Quintenzirkel selbst oder hier auf der Webseite. Also… beides gut studieren 🙂

Der Quiz ist zeitlich nicht limitiert, Du kanst Dir also ruhig Zeit nehmen. Wenn Du eine Antwort beantwortet hast, klicke auf den Button “prüfen” und sieh Dir das Ergebnis an. Anschließend auf “weiter” klicken. Zum Schluß siest Du Deine Gesamtauswertung wenn Du auf den Button “Quiz-Zusammenfassung” klickst. Dauer ca. 5 – 10 min.

Viel Spaß dabei.


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Erstellt am 25. Januar 2017 - zuletzt aktualisiert am 3. März 2019
4.84

Einführung in den Quintenzirkel

Mit dem Quintenzirkel beginnt das Grundverständnis der Harmonielehre. Anschaulich erklärt und mit vielen Hörbeispielen versehen, ist diese Webseite ideal geeignet für Schüler und (Hobby)Musiker. Aber auch “blutige Anfänger” finden hier leicht verständliche und rudimentäre Informationen über den Quintenzirkel sowie Grundbegriffe der Harmonielehre, die im direkten Zusammenhang mit dem Zirkel stehen. Somit wird die Arbeitsweise des Quintenzirkels verständlich dargestellt, um den Einstieg in die Harmonielehre zu erleichtern. Jeder Interessierte fängt einmal an und dabei möchte diese Seite gerne helfen.

 Kreativ und inspirierend

Diese Seite möchte auch gleichzeitig als “Akkordinformation” dienen, wenn man mal beim Komponieren einen Akkord sucht oder zu einem Akkord die richtige Tonart. Hier werden die tonalen und musikalischen Zusammenhänge anschaulich verdeutlicht. Alle Akkordtabellen sind vertont, d.h. Du kannst die Akkorde auch hören, anstatt sie nur visuell wahrzunehmen. Damit wird die graue Theorie aufgelockert und vielleicht auch die Neugierde geweckt, mit Akkorden zu experimentieren und vielleicht sogar zu komponieren. So möchte diese Seite auch zur Kreativität und zum musikalischen Basteln mit dem Quintenzirkel ermuntern. Beispiele, wie so etwas gehen kann, findest Du an vielen Stellen dieser Seite.

 Den Spaß nicht aus den Augen verlieren

Eigentlich ist die Harmonielehre ja eine trockene und nicht weniger auch eine mathematische Angelegenheit. Es gibt aber auch sehr kreative Menschen die es verstehen, trotz aller Hürden, mit diesem Thema sehr gekonnt umzugehen. Auf der Facebook Seite von quintenzirkel.info triffst Du solche Menschen und wirst, so ganz nebenbei, über Aktualisierungen dieser Webseite informiert. Ich freue mich über ein “like” wie auch über einen Eintrag ins Gästebuch.

Viel Spaß beim Lesen und hören der weiteren Kapitel.

FAQ – Schnelleinstieg

Als Schnelleinstieg ist diese FAQ-Kurzüberischt der am häufigst gestellten Fragen gedacht. Zum Öffnen und Schließen bitte auf die jeweilen Fragen klicken.

Was ist ein Quintenzirkel?

Der Quintenzirkel ist für viele (Hobby)Musiker und Komponisten ein Hilfsmittel, um schnell einen Akkord in einer bestimmten Tonart zu finden. Der Quintenzirkel ist im Endeffekt nichts anderes als eine (runde) Tabelle, die eben über genau dieses Auskunft gibt. Siehe Kapitel: Beschreibung des Quintenzirkels

Wozu braucht man den Quintenzirkel?

Im Grunde genommen, wenn man einen Akkord innerhalb einer bestimmten Tonart sucht, oder eine visuelle Darstellung des Aufbaues und der Lage der Tonarten zueinander haben möchte. Man kann mit dem Quintenzirkel allerdings auch kreativ komponieren, siehe: Eigene Projekte als Kompositionsbeispiele

Wie benutzt man den Quintenzirkel?

Es gibt keine “Bedienungsanleitung” für den Zirkel, denn die Benutzung hängt ganz von Deinen musikalischen Bedürfnissen ab. Ob Du nun “händisch” mit dem Zirkel komponierst oder einen Akkord passend zu einer Tonart suchst, der Zirkel “sagt” es Dir. Der Quintenzirkel ist eine Tabelle aus der man Werte, in diesem Fall Akkorde, ablesen kann. Der Zirkel selbst besteht aus zwei übereinanderliegenden Pappscheiben. Die obere Scheibe ist im Durchmesser kleiner als die Hauptscheibe. Auf dem äußeren Rand der Hauptscheibe befinden sich die Tonarten und auf der inneren (kleineren) Scheibe die darin befindlichen Akkorde. Nun kann man die obere Scheibe drehen (deswegen auch Zirkel) und die Schablone gibt nun nach und nach die Akkorde der jeweiligen Tonarten preis. Siehe Video im Kapitel “Beschreibung und Funktionsweise”.

Warum heißt der Quintenzirkel so?

Das Wort Quintenzirkel ist ein zusammengesetzter Begriff, welche die Logik der Sache in sich selbst birgt. Siehe Kapitel: Beschreibung des Quintenzirkels

Warum ist der Quintenzirkel rund?

Ganz einfach: Wegen einer besseren Handhabung. Im Grunde ist der Quintenzirkel ja eine Tabelle. Diese könnte man auch eckig darstellen. Jedoch wäre dann das Ablesen der Akkorde innerhalb einer Tonart nicht so komfortabel, wie mit der Drehscheibe mit den entsprechenden Ausschnitten.

Benötige ich zum Komponieren einen Quintenzirkel?

Nein, nicht unbedingt oder gar zwangsläufig. Es gibt viele Musiker die ihre Stücke ohne den Quintenzirkel komponieren. Diese Musiker haben das Gefühl für die Harmonien sozusagen im Blut. Ein Blues-Musiker aus New Orleans z.B. komponiert mit Sicherheit nicht mit einem Quintenzirkel. Beethoven hat seine Werke auch sicherlich nicht mit diesem Hilfsmittel geschrieben.

Für welche Instrumente gibt es den Quintenzirkel?

In der Hauptsache ist der Quintenzirkel für Tasteninstrumente gedacht. Es gibt ihn allerdings auch für die Gitarre. Der Unterschied liegt darin, dass beim Quintenzirkel für die Gitarre die Tabulatoren, sprich Griffmuster der Akkorde abgebildet sind, anstelle der (Tasten)Akkorde für eben Tasteninstrumente. Von der Sache her, also der Harmonielehre, “funktionieren” beide Zirkel identisch. Nur die Darstellung ist für die jeweilige Instrumentengruppe angepasst.

Woher bekomme ich einen Quintenzirkel?

Von diversen Online-Bestellmöglichkeiten mal abgesehen, bekommt man ihn in jedem guten Musikalien-Fachgeschäft. Dort wo man Noten erwerben kann, gibt es in der Regel auch einen Quintenzirkel zu kaufen. Ggf. kann man ihn dort auch bestellen. Oder hier: Bestellmöglichkeiten

Gibt es den Quintenzirkel als Software für den PC?

Nein, ich habe leider noch nichts adäquates gefunden. Jedoch findet man im Netz einige (kostenpflichtige) Programme zur Harmoniefindung.

Kann man bei Quintenzirkel.info einen Quintenzirkel kaufen?

Nein, da ich kein Onlinehändler bin, aber hier: Bestellmöglichkeiten


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Erstellt am 6. Februar 2016 - zuletzt aktualisiert am 20. Januar 2020
4.79

Intervalle

Die Abstände zwischen den Tönen, bzw. Noten, nennt man Intervalle. Die Beizeichnungen der Intervalle sind lateinischen Ursprungs und heißen “primus” für den ersten Ton, der zweite “secundus”, der dritte “tertius” und so weiter. Im Deutschen heißen diese Intervalle:

  • Prim
  • Sekunde
  • Terz
  • Quart
  • Quinte (aha!)
  • Sexte
  • Septime
  • Oktave

Also können wir sagen, daß es sich bei einer Quinte um einen gewissen Abstand zwischen den Noten handelt. Um diesen Abstand nun genauer zu definieren, bedarf es einer kleinen Tabelle, der sog. Intervalltabelle:

IntervallBezeichnungHalbtöne
 c-c Prim (rein)0
 c-Db Kleine Sekunde1
 c-d Große Sekunde2
 c-d# Übermäßige Sekunde3
 c-Eb Kleine Terz3
 c-e Große Terz4
 c-f Quarte5
 c-f# Übermäßige Quarte6
 c-Gb Verminderte Quinte6
 c-g Quinte (rein)7
 c-g# Übermäßige Quinte8
 c-Ab Kleine Sexte8
 c-a Große Sexte9
 c-Bb Kleine Septime10
 c-b Große Septime11
 c-c Oktave (rein)12

Demnach ist also eine Quinte der Bereich von 7 Halbtönen. Auf unseren Quintenzirkel bezogen bedeutet dies:

Geht man von der Grundtonart C-dur (c-e-g) 1 Quinte, nämlich 7 Halbtöne, nach oben, gelangt man zu G-dur (g-h-d). Das heißt, im Quintenzirkel “hangelt” man sich immer nur 7 Halbtöne weiter oder zurück, um zur nächsten Harmonie der nächst höheren oder tieferen Tonart zu gelangen.

Der kleine Stolperstein

Wie man hier unschwer erkennen kann, liegen die übermäßige Sekunde mit der kleinen Terz sowie die übermäßige Quarte mit der verminderten Quinte und die übermäßige Quinte mit der kleinen Sexte auf den jeweis selben Tasten, nur die Notierung wird anders geschrieben. Hier kommen wir in das Kapitel der “Enharmonischen Verwechselung”. Doch dazu an dieser Stelle mehr.


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Erstellt am 4. Februar 2016 - zuletzt aktualisiert am 22. Januar 2020
5.00

Akkordbildung-Hörbeispiele

Akkordbildung mit dem Quintenzirkel

Die folgenden Hörbeispiele sollen veranschaulichen, warum der Quintenzirkel eben genau so heißt. Der Quintenzirkel ist nicht nur in seiner Darstellung eine “runde Sache”, sondern auch inhaltlich. Anhand eines kleinen Beispieles möchte ich den tonalen Kreis verdeutlichen und somit die Logik, welche hinter dem Quintenzirkel steckt, näher bringen.

In unserem Beispiel hier beschränke ich mich auf die Tonart C-dur/A-moll. Dieses Beispiel soll hörbar die Stufenreihenfolge der Akkorde verdeutlichen. Wie auf dem Bild unten fängt man in einer beliebigen Tonart mit der ersten Stufe, der Tonika (Grundakkord), an. Nach der klassischen Reihenfolge der Harmonielehre geht es dann wie folgt weiter:

  • 2. Stufe (Moll-Subdominante)
  • 3. Stufe (Tonika-Gegenakkord)
  • 4. Stufe (Subdominante)
  • 5. Stufe (Dominant-Septime)
  • 6. Stufe (Paralleler-Mollakkord)

Auf die dazugehörenden Nebenakkorde der 5. Stufe habe ich hier aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.

Notenbeispiel zur Akkordbildung
Akkord-Tonleiter

Die abgebildete Akkordreihenfolge “C-Dm-Em-F-G7-Am” kannst Du Dir im nachfolgenden Player einmal anhören. Weil es irgendwie schöner klingt, habe ich diese kleine Akkordreihenfolge mit 3 Synthesizerflächen und Bass instrumentiert.

Wenn Du die Akkorde hintereinander hörst wirst Du feststellen, daß es – streng nach dem Quintenzirkel – akustisch einen “Kreis” ergibt. Man kann ein Musikstück entweder wieder mit der Tonika enden lassen, oder aber mit der 6. Stufe, die einen “Tonika-Effekt” ergibt. Dieses “Schema” vollzieht sich innerhalb aller Tonarten und somit durch den kompletten Quintenzirkel.

Experimente mit Akkorden

Wenn man das oben erwähnte Schema einmal verstanden hat, regt der Quintenzirkel sehr zum Experimentieren an. Es können sich bereits durch das Austauschen und Umkehren von Akkorden interessante Harmonien entwickeln. Bleiben wir bei unserem Beispiel von eben und probieren nun einfach mal folgende (“verdehte”) Reihenfolge: “C-Em-Dm-G7-F-Am”:

So schön und einfach kann Musik sein!

In diesem Beispiel habe ich die Akkorde G7 und A-moll in einer “Umkehrung” gespielt. Das heißt, bei G7 habe ich die Note G von G4 auf G3 gesetzt und beim A-moll die Note E von E4 auf E3 gesetzt. Dieses kleine Beispiel soll verdeutlichen, daß es beim Komponieren (fast) keine Grenzen gibt. Man kann die Akkorde nicht nur beliebig untereinander tauschen (erlaubt ist was gefällt), sondern man kann die Akkorde selber auch umkehren. Genauso können Sie einzelne Akkorde weglassen, keiner zwingt Dich, alle 6 Stufen in Deine Komposition mit einzubeziehen

Ich hoffe, ich habe mit dieser kleinen Bastelei Deinen Forschungsdrang geweckt. Wenn Du dieses “Experiment” vertiefen möchten, wirf doch mal einen Blick in die Rubrik Eigene Projekte  Dort erkläre ich, wie man aus solch einer Bastelei ein ganzes Stück komponieren kann.


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Erstellt am - zuletzt aktualisiert am 24. April 2019
4.00

Der Quintenzirkel

Einführung

Die Beschreibung und der Aufbau des Quintenzirkels mit vielen Hörbeispielen und einfachen Erklärungen. Ideal geeignet für Anfänger in einem schwierigen Thema der Harmonielehre.

Die Harmonien

Angefangen bei der Modulation und ihrer Stolperfalle, findest Du hier alle Akkorde des Quintenzirkels mit den dazu gehörenden Hörbeispielen und die Besonderheit der Enharmonischen Verwechslung.

Akkordbildung

Hier geht es um Akkorde und deren Bildung. Ebenfalls mit vielen praxisnahen Hörbeispielen.

Theorie & Praxis

Manchmal ist es schwierig die Theorie richtig anzuwenden. Grundfragen von Harmonie und Disharmonie werden hier praxisnah beschrieben. Anhand eigener Kompositionen möchte ich zeigen, wie der Quintenzirkel als Vorlage zum Komponieren dienen kann.

Wie es nach dem Erstellen eigener Melodien weiter gehen könnte

Ist die Arbeit mit dem fertigen Stück erledigt? Sicher nicht. Ein kleines Beispiel, wie es weiter gehen kann, um einem schönen Hobby nach zu gehen.

Weiterführende Literatur

Hilfreiche Bücher rund um’s Thema. Vom thematischen Einstieg, über das Komponieren bis hin zu entsprechender Software, findest Du hier viele kleine Helferlein.

Tipps & internes

Kleine Abhandlung meiner benutzten Software und Plugins, sowie meine eigene Musikgeschichte. Auch gibt es hier einen interessanten Einblick in die Webseite selbst und wer möchte kann gerne ins Gästebuch schreiben oder den Newsletter abonnieren.


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