11 einfache Fragen und Antworten FAQ – Schnelleinstieg

Dieser FAQ – Schnelleinstieg ist eine kleine Sammlung von den am häufigst gestellten Fragen. Der ideale Anfang, um erst einmal irgendwo in dieses schwierige Kapitel einzusteigen. Kurz und knapp.


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Beschreibung, Funktionsweise und Historie

Der Quintenzirkel – was ist das?

Die Beschreibung des Quintenzirkels: Der Quintenzirkel ist im gewissen Sinne eine Art Tabelle, die Auskunft über Harmonien gibt und somit der Findung und Bestimmung von Akkorden, Tonarten und diverser tonalen Zusammenhänge dient. Diese Tabelle versetzt nun den Komponisten in die Lage, nahezu alles ablesen zu können, was man zum harmonischen Komponieren braucht. Wenn man so will, kann man den Quintenzirkel auch als “tabellarische Darstellung von Rangordnungen der Harmonien” bezeichnen.

Um nun in diese “Tabelle” auch eine gewisse (aufeinander aufbauende) Logik zu bekommen, ordnet man die Harmonien nach ihren Vorzeichen, sprich Tonarten. Der eine Bereich geht 6 Quinten nach oben und hat als Vorzeichen das Kreuz “#” (C-dur bis Fis-dur), der andere 6 Quinten nach unten und hat als Vorzeichen das “b” (C-dur bis Ges-dur).

Somit erhält man, sehr übersichtlich gehalten, ein ganzes System von tonalen Verwandschaften. Und um dieses System der tonalen Verwandschaften auch optisch übersichtlich darzustellen, wurde der Quintenzirkel entwickelt.

Warum heißt der Quintenzirkel eigentlich Quintenzirkel?

Nun, dazu muss man das Wort in seine beiden Bestandteile zerlegen. Nämlich “Quinten” und “Zirkel”. Bei den Quinten handelt es sich um bestimmte Abstände (Intervalle) der Noten zueinander, siehe Kapitel Intervalle. Und das Wort “Zirkel” soll einen Kreis symbolisieren, da man ja mit einem Zirkel in der Regel exakte Kreise zeichnet. Und genauso ein exakter “Kreis”, der sich am Ende quasi wieder schließt (auch tonal), ist der Quintenzirkel. Wie sich das “tonal” auswirkt, ist im Kapitel | Hörbeispiele | genauer beschrieben.

Seit wann gibt es eigentlich den Quintenzirkel?

Man glaubt es nicht, aber der Quintenzirkel ist eine ur-Deutsche “Erfindung”. Die Entwicklung des Quintenzirkels geht zurück bis in das Zeitalter des Barocks. In geschichtlichen Aufzeichnungen ist zu lesen, dass der Quintenzirkel von Johann David Heinichen (Deutscher Komponist und Musiktheoretiker 1683-1729) so etwa 1711 entwickelt wurde. Heinichen war von Haus aus eigentlich Jurist, widmete sich später allerdings nur noch der Musik. Zahlreiche Kompositionen verwirklichte er in seinem kurzem aber schaffensreichen Leben. Wer sich für sein Leben und seine Werke näher interessiert, sollte hier weiterlesen.

Der Original-Quintenzirkel von Johann David Heinichen ca. 1711

Das Bild ist mit der Lizenz “Public Domain” aus folgender Quelle: https://dewiki.de/Media/Datei:Heinichen_musicalischer_circul.png

Der Quintenzirkel heute

Dieses Video zeigt den Originalquintenzirkel für Tasteninstrumente, so wie es ihn im Handel zu kaufen gibt. Der äußere Rand zeigt die entsprechende Tonart mit ihren Vorzeichen. Die innere Scheibe läßt sich nun drehen und zeigt die, für die Tonart entsprechenden, Akkorde und Nebenakkorde. Das Pendant dazu ist der Quintenzirkel für Gitarre. Der Unterschied besteht darin, dass beim Gitarrenquintenzirkel anstelle der Akkorde, die Tabulatoren (Griffmuster) abgebildet sind.


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