Übungen mit dem Quintenzirkel

Praxis 2 - Übungen mit dem Quintenzirkel

Die folgenden Hörbeispiele, liegen als Midi-Datei vor. Erstellt wurden sie mit dem Steinberg-Sequenzer "Cubasis" und zwar im Score-Fenster (Notenfenster). Wenn Sie über einen entsprechenden Sequenzer verfügen, sollten Sie diese Dateien im Notenfenster öffnen, damit Sie sehen wie die Noten "geschichtet" sind, um zu den entsprechenden Akkorden zu gelangen.

In unserem Beispiel hier beschränke ich mich auf die Tonart C-dur/A-moll. Dieses Beispiel soll hörbar die Stufenreihenfolge der Akkorde verdeutlichen. Wie auf dem Bild unten fängt man in einer beliebigen Tonart mit der ersten Stufe, der Tonika (Grundakkord), an. Nach der klassischen Reihenfolge der Harmonielehre geht es dann wie folgt weiter:

Auf die dazugehörenden Nebenakkorde der 5. Stufe habe ich hier aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.

C-dur, 1. Stufe (Tonika) D-moll, 2. Stufe (Moll-Subdominante) E-moll, 3. Stufe (Tonika-Gegenakkord) F-dur, 4. Stufe (Subdominante) G7, 5. Stufe (Dominant-Septime) A-moll, 6. Stufe (Paralleler-Mollakkord)

Die abgebildete Akkordreihenfolge C-Dm-Em-F-G7-Am können Sie einzeln als Midi-Datei downloaden, oder aber das komplette Beispiel hier.

Weil es irgendwie schöner klingt, können SIe alternativ die Akkordreihenfolge als mp3-Datei im Player (instrumentiert mit 3 Synthesizerflächen und Bass- 1 Durchlauf) abspielen.

Wenn Sie die Akkorde hintereinander hören werden Sie feststellen, daß es - streng nach dem Quintenzirkel - musikalisch einen "Kreis" ergibt. Man kann ein Musikstück entweder wieder mit der Tonika enden lassen, oder aber mit der 6. Stufe, die einen "Tonika-Effekt" ergibt.

Jetzt basteln wir mal...

Tauschen Sie die Akkorde doch mal untereinander aus. Probieren Sie folgende Reihenfolge:
C-Em-Dm-G7-F-Am

Dieses Beispiel als Midi-Datei (downloadbar) C-Em-Dm-G7-F-Am

Dieses Beispiel als mp3-Datei (instrumentiert mit 3 Synthesizerflächen und Bass- 2 Durchläufe)

So schön und einfach kann Musik sein!

Allerdings habe ich in diesem Beispiel die Akkorde G7 und A-moll in einer "Umkehrung" gespielt. Das heißt, bei G7 habe ich die Note G von G4 auf G3 gesetzt und beim A-moll die Note E von E4 auf E3 gesetzt. Dieses kleine Beispiel soll verdeutlichen, daß es beim Komponieren (fast) keine Grenzen gibt. Man kann die Akkorde nicht nur beliebig untereinander tauschen (erlaubt ist was gefällt), sondern man kann die Akkorde selber auch umkehren. Genauso können Sie einzelne Akkorde weglassen, keiner zwingt Sie, alle 6 Stufen in Ihre Komposition mit einzubeziehen

Ich hoffe, ich habe mit dieser kleinen Bastelei Ihren Forschungsdrang geweckt. Laden Sie sich ruhig die Beispiele herunter und probieren Sie ein wenig, alle Midi-Files haben nur eine Größe von 1Kb. Sie können dies in allen anderen Tonarten äquivalent nachvollziehen, den Quintenzirkel rauf und runter...